Ortsgeschichte

Stradow, ist heute eine kleine Gemeinde in der Schutzzone III und IV des Biosphärenreservates Spreewald und war schon in der mittleren Steinzeit besiedelt. Dies belegen zahlreiche Fundplätze in der Gemarkung Stradow, die bis in die Bronzezeit zurückreichen.

Nördlich des Ortes, am Rande des Parks zu den Teichen,  befindet sich ein Wall, der zu einer von Slawen errichteten Burganlage gehörte und heute noch erhalten ist.

Neben den slawischen gab es jedoch auch germanische Siedlungsstellen südlich des heutigen Ortes.

Die Ersterwähnung von Stradow erfolgte 1355 bei einer Grenzfestsetzung zwischen dem Dorf und dem Lübbenauer Spreewald.

1450 verlieh Markgraf Friedrich, im Gerichte Kalau., Christoph und Hans von Zabeltitz 6 Hufen zu Stradow

Seit dem Mittelalter war Stradow eine von 10 Gemeinden des „wendischen Kirchenspiels“ von Vetschau.

Aus einem Schriftstück von 1673 ist bekannt, dass Stradows Obrichkeit Erdmann von Schlieben war. Zu dieser Zeit gab es in Stradow sieben Bauern und mehrere Kossäten.

Sachsen erwirbt 1635 die Lausitzen als erbliches Lehen.

Christoph Dietrich von Schlieben bestätigt 1695 eine Gutsstelle, mit den schon seinen Vorfahren verliehenen Erb- und Untergerichten. Diese Gutsstelle entwickelt sich zu einem Rittergut weiter.

Im 18. Jahrhundert wurde ein großer Teil des Ortes durcheinen Brand zerstört.

Der Wiener Kongress beschließt 1815 die territoriale Neugliederung des sorbischen Siedlungsgebietes - die Niederlausitz und die nordöstliche Oberlausitz fallen Preußen zu. In den folgenden Jahren kommt es durch Erlasse und Verordnungen zu noch weiterem Rückzug der sorbischen Sprache aus der Öffentlichkeit.

Die Erbuntätigkeit wurde 1819 aufgehoben, persönliche Abgaben und Dienste dauerten aber noch an.

1821 trat die Gemeindeteilung in Kraft. Das hieß die Wiesen und Weiden wurden aufgeteilt.

1828 wurde der Ort Stradow vermessen. Das Stradower Gelände wurde wie folgt aufgeteilt:

  3 Bauernnahrungen   
Bees Haus  Nr.4
Zschiechow Haus Nr.6
Boschan Haus Nr.9

 10 Kossätennahrungen
Matter Haus Nr.7
Peschang Haus Nr.8
Klauck Haus Nr.10
Muschik Haus Nr.11
Lehmann Haus Nr.14
Schmiel  Haus Nr.28
During Haus Nr.32
Psaar haus Nr.33
Urban Haus Nr.34
Gommola  Haus Nr.37

  3 Kossätennahrungen
Micklau Haus Nr.13
Mattuschka Haus Nr.13
Jahrigs Haus Nr.38

  3 Großbüdnernahrungen
Schmogro Haus Nr.5
Nowisch Haus Nr.22
Stober Haus Nr.2

Ende des 19. Jahrhunderts entstand die teilweise noch erhaltenen Gutsanlagen mit einer Gärtnerei, der Park und einem Tagelöhner Haus. Dieses wurde 1990 abgerissen und es entstanden zwei Einfamilienhäuser. (Fam. Voigt und Fam. Langnickel).

Von 1878 bis 1966 gab es in Stradow eine Schule, die zeitweise auch von Kindern aus Stradow- Ausbau, Raddusch, Raddusch- Kaupen u. Suschow besuchen wurde.

1945 wurde die Bodenreform durchgeführt. Die landwirtschaftlichen Flächen des Gutes wurden auf Kleinbauern und Neu Siedlern aufgeteilt. Die Teichanlage wurde zu einem Volkseigenen Betrieb.

Seit 1958 wurden die landwirtschaftlichen Flächen durch LPG (Landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaften) bearbeitet. Nach der Wende entstand daraus die Agrar GmbH Göritz.

Ab 1995 entstand die neue Wohnsiedlung „An der Schäferei“

Am 31.12.2001 erfolgte die Eingliederung von Stradow in die Stadt Vetschau/Spreewald,

Im 2006 erfolgte die Einweihungsfeier und Schlüsselübergabe des Bürger- Feuerwehrgerätehauses.


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